zurueck vorwaerts

Die kleine Meerjungfrau / Frank-Lorenz Engel

Die kleine Meerjungfrau
© struck-foto

Trailer

 
Theater: Opernhaus Kiel
Regie / Text: Frank-Lorenz Engel
Bühne: Christine Hielscher
Kostüme: Claudia Kuhr
Musik: Andrew Hannan
Choreographie: Regina Weber
Mit: Claudia Friebel, Felix Zimmer, Imanuel Humm, Siegfried Jacobs, Ksch. Almuth Schmidt, Fenja Schneider, Roman Hemetsberger, Ellen Dorn


Aquabella im Glück: „Die kleine Meerjungfrau” im Kieler Opernhaus
///////////   Kiel. „Legaxi schwupp, flundata schwapp!”, und wenn sie nicht gestorben sind, dann - schwupps - leben sie noch immer: Die kleine Meerjungfrau mit ihrem Eric, Prinzessin Gunilla-Sybilla mit dem Hummer Emanuel und Königin Gertrud mit dem Meerkönig. Das diesjährige Weihnachtsmärchen an der Kieler Oper funkelt am Schluss nur so vor glitzernd romantischer Idylle…
Da rappt sich der Unterwasser-DJ „Otto, the Sprotto”, mit bürgerlichem Namen Sven (zum Blubbern komisch: Felix Zimmer), mit eckigen Seitwärtsbewegungen und megacoolen Sprüchen in die Herzen der Kinder. Da übernimmt ein französisch artikulierender Hummer namens Emanuel (très distinguiert, aber vraiment charmant: Imanuel Humm) die „Ver-ver-verantwortung” über kindliche Naivität und bedingungslose Neugier. Da verdreht Aquabella (herrlich verliebte Backfischin: Claudia Friebel), die kleine Meerjungfrau, mit ihren großen, sanften Augen, dem hell leuchtenden Gesang und den anmutig weiblichen Bewegungen, nicht nur ihrem Prinzen den Kopf. Und da bleibt dem zukünftigen König Eric (am berührendsten in der Pantomime des Ertrinkenden: Roman Hemetsberger) nicht mehr viel übrig, als den anderen zumindest im Aussehen und im Werben die Show in Person von Bella, der Kammerzofe, zu stehlen …
Regisseur Frank-Lorenz Engel, der unter anderem das Musical Linie1 in Kiel inszenierte, hat Aquabella ihren etwas augenfälligen Namen verpasst, ihr zwei heitere Gehilfen, Sven und Emanuel, zur Seite gestellt, den Meerkönig, Ihre „Matjestät” …
Gut gelaunte Schauspieler, die mit viel Witz und Harmonie von einer Prinzessin-Lillifee-Unterwasserwelt durch ein snapesches Tiefsee-Refugium mit atomarem Müll schließlich in einem koketten Barockschloss mit akrobatischen Dienern ihrer Bestimmung und einer vorweihnachtlichen Idylle entgegenstreben.   ///////////  

Kieler Nachrichten, Caroline Neider, 21.11.2010



„Die kleine Meerjungfrau” feierte Premiere
///////////   Am Samstag, dem 20. November, war es endlich soweit: Das diesjährige Weihnachtsmärchen „Die kleine Meerjungfrau” feierte im Opernhaus seine Premiere. Bunt und schillernd präsentierte sich das Stück, so dass es am Ende mit tosendem Applaus und Jubelrufen gefeiert wurde.
Jeder kennt die Geschichte der kleinen Meerjungfrau. Sie verliebt sich in den gut aussehenden Prinzen und möchte von nun an nichts lieber sein als ein Mensch. Doch diese Fassung kommt überraschend modern daher; so gibt es eine rappende Sprotte und einen breakdancenden Diener. Daneben wird im Schloss zu hipper Chartmusik getanzt. Aber neben all dem Spaß kommt auch der Lerneffekt für die Kleinen nicht zu kurz. Das riesige, sprechende Seeungeheuer legt mit Aquabella, Sven und Emanuel eine kleine Gesangseinlage ein, bei der es darum geht, dass nicht alles auf den ersten Blick so ist, wie es scheint.
„Die kleine Meerjungfrau” ist ein Stück, welches die Kleinen von Anfang an begeistert, sei es nun durch die gelungenen Gesangseinlagen oder durch die modernen und lustigen Charaktere. Ein wirklich sehenswertes Stück, bei dem sich ein Besuch mit seinen Kindern lohnt und die Kleinen sich auf einen Abend voller Spaß freuen können.   ///////////  

Fördeflüsterer, Anita Siegmund, 20.11.2010