zurueck vorwaerts

Komödie im Dunkeln / Peter Shaffer

Komoedie im Dunkeln
Fotos: Margareta Gulich und Henning Rosenbusch
Theater: Landestheater Coburg
Bühne: Bettina Neuhaus
Kostüme: Claudia Kuhr
Mit: Nils Liebscher, Kathrin Molsberger, Elga Mangold, Andreas Torwesten, Stephan Mertl, Hans-Peter Deppe, Anja Lenßen, Thomas Straus


Peter Shaffers „Komödie im Dunkeln” sorgte am Samstagabend für Lach- und Beifallsstürme.
///////////         Der innovative Regisseur Frank-Lorenz Engel setzte, kaum war der Vorhang aufgegangen, erstmals in der Theatergeschichte Christian Morgensterns Tagnachtlampe ein, „die, sobald sie angedreht, / selbst den hellsten Tag in Nacht verwandelt”. Stockfinster war es, als der Nachwuchskünstler Brindsley und seine Gespielin Carol die Wohnung ihres betuchten, abwesenden Nachbarn Harold ausräumten, um für den angekündigten Millionärs- und Kundenbesuch gut genug möbliert zu sein…
… Das könnte der Stoff für eine kapitale Klamotte sein, aber Shaffer und sein Regisseur balancierten federleicht über dem Abgrund des drohenden Absturzes in die Seichtigkeit.
… Und über allem waltet die umsichtige Spaßvogelhand des Regisseurs, der seine ganze Mannschaft als eine Horde toll gewordener Blinder ins immer wohl kalkulierte Chaos stürzt.   ///////////  

Nordbayerischer Kurier, 14.12.2009



Helle Freude über die „Komödie im Dunkeln”:
Peter Schäffers turbulente Farce macht unverschämt viel Spaß!

///////////         Was für ein fantastisches Fiasko! … Nach 90 tumultösen Minuten sind alle Beteiligten um einige Illusionen ärmer, doch wir, das werte Publikum um etliche Glückshormone reicher – Denn diese Scherbenhaufen macht unverschämt Spaß!…
… Zu verdanken haben wir den tollen Schlamassel Regisseur Frank-Lorenz Engel, der nun schon zum dritten Mal (nach „Pension Schöller” und „Die Fledermaus”) Bestlaune ins Coburger Landestheater zaubert, und seinem Ensemble, dass der Art lustvoll, präzise und charmant mit turbulenter Boulevard-Komödiantik powert, dass zwei Augen gar nicht alles aufsaugen können, was da über die Bühne stakst und stolpert, poltert und purzelt – von all den mimischen Kabinettstückchen ganz zu schweigen …
… Tosender Applaus am Premierensamstag für eine furiose Farce über dunkle Geheimnisse, an der Mann seine helle Freude haben kann. Nein: Muss!   ///////////  

Neue Presse Coburg, Dieter Ungelenk, 14.12.2009