zurueck vorwaerts

Kabale und Liebe
Bürgerliches Trauerspiel von Friedrich Schiller

kabale und liebe
© 2015 Brüder-Grimm Festspiele Hanau
Theater: Festspiele Hanau
Inszenierung: Frank-Lorenz Engel
Bühne: Tobias Schunck
Kostüme: Ulla Röhrs
Musik: Valentin von Lindenau
Mit: Klaus Lehmann, Markus Gläser, Patrick Dollmann, Carolin Freund, Florian Rast, Detlev Nyga, Claudia Brunnert, Katarina Schmidt, Katja Straub, Helmut Potthoff

PREMIERE: 13. Juni 2015
Spielzeit: 13. Juni — 25. Juli 2015


Liebesleid mit Leidenschaft
///////  Ein Meisterstück ist dem Intendanten der Brüder Grimm Festspiele, Frank-Lorenz Engel, mit der Inszenierung von "Kabale und Liebe" gelungen. Engel als Regisseur und das gesamte Darstellerteam überzeugten mit einer packenden Version des bürgerlichen Dramas des Grimm-Zeitgenossen Friedrich Schiller. / [...] die Premiere [erwies sich] als schwungvoll, spritzig und nachdenklich. / [...] ein überragender Detlev Nyga [Luises Vater] / [...] Claudia Brunnert, handfest und nicht auf den Mund gefallen [Luises Mutter] / [...] herrlich süffisant: Klaus Lehmann [Ferdinands Vater] / [...] Der Konflikt zwischen dem Vater, der Respekt, Gehorsam und Liebe einfordert, und dem Sohn (Markus Gläser),... ist fein und intensiv herausgearbeitet. / [...] Luises Abschied von der Welt und Ferdinands Totenwache gehören zu den stärksten Szenen des Stücks./ [...]
[...] Die schauspielerischen Leistungen waren beeindruckend. [...]
[...] Ulla Röhrs Kostüme sind ein Gedicht [...]   ///////////  

Hanauer Anzeiger,15.06.2015, Jutta Degen-Peters



Irrungen und Intrigen
///////  [...] Die sich eng an Schillers Vorlage anlehnende Inszenierung ist rundum geglückt. Alle Schauspieler bringen eine hervorragende Leistung, allen voran Klaus Lehmann als gemeiner und mörderischer Präsident von Walter. Katarina Schmidt gibt eine ergreifende Luise. Auch Carolin Freund überzeugt als Lady Milford mit ihrer Darstellung, aber auch mit einem perfekten optischen Bild. Die Zuschauer erwartet bei "Kabale und Liebe" ein unterhaltsames wie ergreifendes Theatererlebnis.   ///////////  

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26.06.2015, Luise Glaser-Lotz



Treibjagd auf die Liebenden
///////  [...] [Frank-Lorenz Engel] hätte das Stück "in die Gegenwart transportieren" können...[...] Engel macht es nicht und das ist gut so. /[...] die Kostüme [sind] von klassischer Schönheit [...]/ Katarina Schmidt ... verkörpert ... Luises Reinheit sehr überzeugend, dann ihre Verzweiflung [...] Klaus Lehmann als Präsident von Walter ist glänzend selbstherrlich und gnadenlos, Florian Rast ist hervorragend als fieser und listiger Wurm. Patrick Dollmann als aufgedrehter Hofmarschall sorgt für Komik und unterhaltsame Stilbrüche. / Die Musik von Valentin von Lindenau, die an Filmmusik von Yann Tiersen erinnert, ist sehr hörenswert [...] / Frank-Lorenz Engel hat wieder einmal Mut bewiesen und geliefert, und zwar eine Schiller-Aufführung auf hohem Niveau. / [...] Wer ... Schillers Sprache liebt und einen behutsamen Umgang mit Werken sowie fein variierte Fassungen schätzt, sollte Kabale und Liebe bei den Brüder Grimm Festspielen unbedingt sehen.   ///////////  

Frankfurter Rundschau, 15.06.2015, Gregor Hashnik



Liebe zum Scheitern verurteilt
///////  [...] Intendant und Regisseur Frank-Lorenz Engel hatte mit dem Schiller-Stück die Erwartungen des Publikums getroffen und die traditionsreichen Grimm-Festspiele mit einem weiteren zeitgenössischen Klassiker bereichert. / [...] Die beiden jungen Liebenden Ferdinand (Markus Gläser) und Luise (Katarina Schmidt) tragen die Aufführung...mit großer Hingabe an ihre Rollen. / [...] Konzentrierte Stille herrschte unter den Zuschauern am Ende des tragischen Stücks, als die junge Liebe in der Katastrophe, in Mord und Selbstmord endet. [...] / Einen sehr berührenden Moment bot ebenso der Dialog der tragisch-glamourösen Lady Milford mit ihrem Kammerdiener (Helmut Potthoff) [...] / Dem homogen agierenden Ensemble hatte Komponist Valentin von Lindenau zudem die passende zeitgemäße wie zeitlose musikalische Untermalung verliehen.   ///////////  

Gelnhäuser Neue Zeitung, 15.06.2015, Dr. Monika Fingerhut



Im Sumpf der Intrigen
///////  [...] Unter der Regie von Festspielintendant Frank-Lorenz Engel entführte ein glänzend agierendes Ensemble von den ersten Minuten an in eine Welt der unüberbrückbaren Gegensätze zwischen Bürgertum und Adel [...] / Die zunehmenden Nöte der Liebenden, ... werden auch für den Zuschauer durch hervorragende Darstellung fast körperlich spürbar. / [...] Der Inszenierung und dem Ensemble gelingt es, den Zuschauer über zweieinhalb Stunden so in das Drama zu verstricken, als sei er selbst Teil davon. / Dezent eingesetzte Musiken und eine unaufdringliche und gut gesetzte Lichtregie tun das ihre, um die Stimmungen auf der Bühne weit über den Bühnenrand hinauszutragen.   ///////////  

Offenbach Post, 15.06.2015, Dieter Kögel